Zempin auf Usedom

Zempin ist das kleinste Seebad auf Usedom. Es liegt zwischen Zinnowitz und Koserow an der engsten Stelle zwischen Ostsee und Achterwasser. Es liegt an der B 111 und ist auch über die Bahnstrecke Ducherow–Heringsdorf–Wolgaster Fähre zu erreichen. Rund 16 Kilometer östlich der Gemeinde liegen die drei Kaiserbäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck und sowie zwei Kilometer westlich der Ort Zinnowitz.

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1571 erstmals erwähnt. Es wurde als Bauern- und Fischereidorf beschrieben.

Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 geriet Vorpommern und somit auch der Ort Zempin unter schwedische Herrschaft, nachdem der Ort vorher zum Herzogtum Pommern gehörte. Nach dem Frieden von Stockholm vom 1. Februar 1720 wurde die Insel Usedom und somit auch der Ort Zempin preußischer Besitz. Nach der Verwaltungsreform 1815 kam Zempin zur preußischen Provinz Pommern und gehörte von 1818 bis 1945 zum Landkreis Usedom-Wollin.

1911 erhält Zempin Bahnanschluss, es tritt 1908 dem Deutschen Bäderverband bei und 1933 wird eine Seebrücke errichtet, die allerdings im Zweiten Weltkrieg wieder zerfällt. Zwischen 1943 und 1945 wurden im Waldgebiet zwischen Zinnowitz und Zempin von drei dort erbauten Startstellen, V1-Marschflugkörper zu Versuchszwecken gestartet. Von den Startanlagen sind noch einige Überreste vorhanden. 1956 entstand der Campingplatz und seit 1996 hat Zempin die staatliche Anerkennung als Seebad.

Von 1945 bis 1952 bildete die Gemeinde, mit dem nach dem Zweiten Weltkrieg bei Deutschland verbliebenen Teil des Landkreises Usedom-Wollin, den Landkreis Usedom im Land Mecklenburg. Dieser ging im Jahr 1952 im Kreis Wolgast im Bezirk Rostock auf.

Die Gemeinde gehört seit dem Jahr 1990 zum Land Mecklenburg-Vorpommern und seit dem Jahr 1994 zum Landkreis Ostvorpommern.

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