Rekordmäßig erholen

Die kleine Insel Usedom hält einige Rekorde, die man nicht vermutet hätte. Zur beliebtesten Ferieninsel der Deutschen reicht es zwar nicht, aber wenn mehrere Menschen von den Rekorden der Insel erfahren, könnte sich das vielleicht bald ändern. Allem voran steht für den kleinen Ort Zinnowitz ein Rekord, der besonders für Urlauber interessant sein dürfte: Hier gibt es die meisten Sonnenstunden im Jahr, im Schnitt waren es in den letzten 30 Jahren jährlich rund 1900 Stunden.

Maritimes Klima ist schön und gesund

Grund für die vielen Sonnenstunden ist das maritime Klima. Tiefausläufer schwächen sich ab, denn über dem kälteren Wasser der Ostsee bilden sich nicht so viele Quellwolken wie über der wärmeren Landmasse. Dadurch kommt auch weniger Regen an die über 40 km langen Strände, die an ihren breitesten Stellen über 80 Meter breit sind. Die Urlauber, die sich auf Usedom vornehmlich in den traditionellen Strandkörben am Strand erholen, sind nicht selten spezielle Erholungssuchende. Denn ein Großteil der Touristen besucht vornehmlich für einen Wellness Urlaub Usedom. Immerhin elf Wellnesshäuser auf der Insel tragen ein Zertifikat und ihre Anzahl ist ein europaweiter Rekord. Das maritime Klima ist nämlich nicht nur sonnenreich, sondern auch gut für Geist und Körper. Thalasso-Anwendungen, d.h. Wellnessanwendungen mit Meerwasser sind ein Schwerpunkt der zertifizierten Hotels. Doch auch Bewegung an der frischen Luft sowie Licht- und Luftkuren für Haut- und Atemwege gehören zum Programm. Dass das Klima gesund ist, wusste schon Kaiser Wilhelm der II., dessen regelmäßige Besuche dafür ursächlich sind, dass die Orte Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf den Beinamen „Kaiserbad“ tragen.

Aktiv an der frischen Meeresluft

Ebenso wie die erholsamen Wellnessanwendungen rund um Massage, Milchbad und Hot Stone Therapie kann man auf Usedom aber auch bestens aktiv werden. Eine lange Tradition haben auf der Ostseeinsel natürlich die Wassersportarten, wie Surfen und Segeln. Doch auch an Land ist genügend Raum um sich fit zu halten. Mit über 150 Kilometer Rad- und sogar 400 Kilometer Wanderwegen kann der Urlauber sich auch körperlich betätigen und dabei die Schönheiten der Insel entdecken. Eine spezielle Feininger Radtour, die an den 80 Landschaftsmotiven des gleichnamigen Malers vorbeiführt, erquickt nicht nur den Körper, sondern auch den Schöngeist. Bäderarchitektur und Seebrücken geben den romantischen Schliff und Bausünden aus DDR-Zeiten findet man kaum. Auch Schatzsucher kommen an den Stränden auf ihre Kosten. Zur richtigen Jahreszeit und früh am Morgen kann man angespülte Bernsteine finden, die man sich in den örtlichen Schleifereien direkt aufarbeiten und zu einem Schmuckstück fertigen lassen kann. Einen biologischen deutschlandweiten Rekord bietet übrigens die Vielzahl der Seeadler, die über der Insel ihre majestätischen Kreise ziehen.

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